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Die Bochumer Hütte ist mit einer Hanfdämmung ein Vorbild für eine ökologische Sanierung.
© Synthesa

Hanf für das alte Knappenhaus

22.01.2015

Die Bochumer Hütte, ein beliebtes Ausflugsziel in der Nähe von Kitzbühel, ist mit einer Hanfdämmung Vorbild für ökologische Sanierung. Dafür gab es jetzt eine klimaaktiv – Auszeichnung. 

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Ein Musterbeispiel für ökologische Sanierung steht oberhalb von Aurach in der Nähe von Kitzbühel – die Bochumer Hütte. Das ursprüngliche Knappenhaus hatte im Laufe seines Bestehens einige Bausünden erleiden müssen, die zu eklatanten Schäden führten. Bereits vor drei Jahren erfolgte dann der Startschuss für eine umfassende Sanierung. „Die Sanierung verlief in mehreren Stufen“, sagt die zuständige Baumeisterin Christina Krimbacher.  Die thermische Sanierung der Außenwand wurde im Vorjahr in Angriff genommen. An der meterdicken Natursteinmauer im Erdgeschoß kam das Hanffaser-Dämmsystem mit grobem Strukturputz von Capatect zum Einsatz. „Ich habe die Entwicklung der Hanf-Dämmung lange mitverfolgt und bin sehr glücklich, dass ich das ausgereifte Produkt bei diesem Projekt zur Anwendung bringen konnte“, so Krimbacher. Für weitere Gebäudeteile wie dem Holzblockbau und dem Dach wurden Zellulose, Lärchenholz und Holzfaserplatten verwendet. Neuerdings bietet Capatect neben der Fassaden-Dämmung auch eine Gefach- und Zwischensparrendämmung aus Hanf an.

Mit seiner bautechnisch sensiblen Sanierung ist die Hütte mit Niedrigenergiestandard bereits ein Vorzeige-Objekt für ökologisches und energieeffizientes Bauen. Dieses Engagement für Energieeffizienz wurde kürzlich vom Umweltminister Andrä Rupprechter mit klimaaktiv Silber – einer Auszeichnung für Kompetenz im Klimaschutz – gewürdigt. 

Autor: 
Redaktion Bauzeitung
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