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© Österreichischer Biomasseverband

Schadholz feuert Biomasseanlagen an

09.10.2019

Die Basisdaten Bioenergie Österreich 2019 zeigen, dass Biomasseanlagen durch Klimawandel und Schadholz stärker gefragt sind.

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Der Österreichische Biomasseverband listet in seinen Basisdaten Bioenergie Österreich 2019 aktuelle Daten und Zahlen rund um Energieverbrauch, Klimawandel und erneuerbare Energien auf. Darin ist auch die Österreichische Waldinventur 2018 enthalten. Sie zeigt ganz klar, dass die Waldfläche und der Holzvorrat in Österreich trotz gesteigerter Holznutzung weiter zunehmen.

Bedingt durch den Klimawandel ist in den Wäldern jedoch eine gravierende Zunahme des Schadholzanfalls zu beobachten. Mit 5,2 Millionen Festmetern Käferholz in Österreich wurde 2018 der Rekordwert des Vorjahres um die Hälfte übertroffen. Der extrem heiße und trockene Sommer lässt für 2019 eine weitere Steigerung erwarten. 

Fernwärme aus österreichischem Schadholz

Aus Schadholz und anderen niederwertigen Holzsortimenten erzeugen etwa 140 Holzkraftwerke in Österreich jährlich über 2 Milliarden Kilowattstunden Strom und mehr als 4 Milliarden Kilowattstunden Wärme. Dazu kommen mehr als 6 Milliarden Kilowattstunden Nah- und Fernwärme aus etwa 2.400 Biomasseheizwerken, womit fast die Hälfte der österreichischen Fernwärme in Biomasseanlagen erzeugt wird. Für die gewaltigen Käfer- und Sturmholzmengen stellen die Biomassenanlagen eine Verwertungsschiene dar. 

 

Autor: 
Redaktion Gebäudeinstallation
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