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© Heiko Kienleitner© Heiko Kienleitner© Brauchst

Eine Minute, ein Tisch

03.10.2019

Der Tisch „Steckplatz" der steirischen Gestaltungswerkstatt „Brauchst" benötigt nur eine Minute zum Aufstellen.

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Eine Tischplatte, ein Paar Beine, eine Steckverbindung, Schwerkraft, etwas Hebelwirkung und eine Minute Zeit reichen, um den Tisch „Steckplatz“ der Grazer Gestaltungswerkstatt Brauchst aufzubauen. Schrauben und Werkzeug sind nicht nötig. Die Beine des wahlweise aus Esche, Eiche oder Ulme gefertigten Tisches werden von zwei Querzargen über eine Doppelzapfenverbindung verbunden, in den Zwischenraum wird die Tischplatte geschoben. Die Fixierung erfolgt durch leichtes Auseinanderziehen der Tischbeine in Bodennähe. Durch die Möglichkeit, die Beine in jede Position an der Tischplatte zu verschieben, ergeben sich viele individuelle Einsatzmöglichkeiten. Die modulare Variante Steckplatz TM bietet Erweiterungen wie Laden, Lampen, Schubladen und Auflagebretter. Die Tischbeine fungieren dabei als Steckplätze für die jeweiligen Elemente. 
„Steckplatz funktioniert ohne Einschränkungen. Der Nutzer kann mit unserem einfachen, aber flexiblen und zeitlosen Konzept nach seinen Bedürfnissen umgehen“, sagt Gernot Pichler. Der Architekt und Tischlermeister gründete Brauchst 2016 gemeinsam mit Günter Radl, den markanten Namen – eine Analogie für Langlebigkeit, die Liebe zum Detail und hohe Qualität – gab man sich 2016. Der Fokus der Grazer ist nach einer anfänglichen Orientierungsphase nun klar definiert: „Architektur spielt in unseren Arbeiten immer eine Rolle, allerding ist es oft ein langwieriger Prozess, bis man hier Erfolge sieht. Beim Möbelbau und der Raumgestaltung läuft alles schneller, konkreter und bürokratiefreier ab – daher legen wir unseren Schwerpunkt auch auf diese beiden Bereiche“, sagt Co-Gründer Pichler. www.brauchst.com

Autor: 
Gudrun Haigermoser
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