Direkt zum Inhalt
© Richard Reichhart© Richard Reichhart

Wenn Lehrer lernen

17.09.2019

Jedes Jahr zu Ferienende frischen zahreiche Lehrer bei der AUVA ihr Wissen zum Thema „Sichere Holzbearbeitung“ auf. Heuer fand die dreitägige Veranstaltung in der HTL Mödling statt.

Anzeige

Wenn an die 100 Lehrer in der letzten Ferienwoche in einer Schule zusammenkommen, muss es dafür einen guten Grund geben. Diesen bietet die AUVA jedes Jahr mit einem speziellen Seminar zum Thema „Sichere Holzbearbeitung“. Die dreitägige Veranstaltung, die sich in erster Linie an Lehrer aus der Holzbe- und -verarbeitung (Berufsschulen und HTLs) wendet, fand heuer in der HTL Mödling statt.

Was Lehrer ihren Schülern im Unterricht über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz beibringen, hat wesentlichen Einfluss auf das Sicherheitsverhalten im späteren Arbeitsleben. „Lehrer sind für die AUVA wichtige Multiplikatoren, wenn es darum geht, den Präventionsgedanken bereits ab Beginn der Ausbildung im Bewusstsein der Jugendlichen zu verankern“, erklärt Bernd Toplak, Präventionsexperte der AUVA-Landesstelle Wien.

In Sachen Sicherheit auf dem Laufenden

Ziel des AUVA-Lehrerseminars ist es, Lehrer von Berufsschulen und HTLs mit Holz-Schwerpunkt im Bereich der Prävention stets auf dem Laufenden zu halten. Denn viele gefährliche Maschinen, Menschen, die sehr nahe am Gefahrenbereich arbeiten, Holzstaub oder auch Lacke bedeuten nach wie vor ein hohes Unfallpotenzial und gesundheitliche Risiken. Das Wissen um die Gefährlichkeit, richtiges und sicheres Verhalten sowie die Anwendung der notwendigen Schutzmaßnahmen sind die Grundlage für ein sicheres Arbeiten. „Wenn Lehrer zu Beginn des neuen Schuljahres über die neuesten Entwicklungen hinsichtlich Prävention und Arbeitnehmerschutz informiert sind, können sie dieses aktuelle Wissen gemeinsam mit ihren Erfahrungen an die Schülerinnen und Schüler weitergeben. Für die AUVA ist es daher wichtig, dass wir ihnen die aktuellen Infos und neueste Trends im Rahmen der Veranstaltung weitergeben können“, sagt Toplak.

Dreitägiges Seminar mit viel Praxisanteil

Das dreitägige Seminar wird im Jahresturnus abwechselnd an unterschiedlichen Schulstandorten in ganz Österreich abgehalten. Die AUVA setzt bei der inhaltlichen Gestaltung auf eine Mischung aus Fachvorträgen, Praxisbeispielen und  Exkursionen zu holzverarbeitenden Betrieben. Inhaltlich standen heuer unter anderem Themen wie „Handwerk 4.0“, virtuelle Maschinenschulungen, die richtige Auswahl und Verwendung von Schrauben, sowie Praxisberichte zu Unfällen an Holzbearbeitungsmaschinen ebenso am Programm wie die Vorstellung eines Tools zur Analyse von Blickbewegungen, um Arbeitsunfälle in holzverarbeitenden Betrieben zu vermeiden.

Weitere Artikel